Handlung/Story:
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Erster Akt:
Ein kleiner Wald am Ufer des Meeres, unweit
von Atars Haus
Atar, der vom einfachen Soldaten zum königlichen
Feldherrn aufgestiegen ist, und seine Frau Aspasia
sind in inniger Liebe verbunden (Duett 'Qui dove
scherza l´aura'). Ihr Glück wäre
vollkommen, wenn sie zusammen ein zurückgezogenes
Leben führen könnten. Aspasia ist überzeugt,
dass König Axur ihrem Mann, in Anbetracht
seiner Verdienste, dies nicht verweigern würde,
wenn er ihn darum bäte (Arie 'Perdermi? e
chi potria svellermi dal tuo fianco?'). Obwohl
Atar darunter leidet, Aspasia häufig verlassen
zu müssen, fühlt er sich seinem König
und dem Volk, das ihn verehrt, verpflichtet. Plötzlich
stören angstvolle Rufe die Idylle des Paares:
Ein Feuer wütet in Atars Haus. Während
Atar zur Brandstelle eilt, wird Aspasia von Altamor
entführt.
Zweiter Akt:
Galerie im Palast Axurs
Axurs Vertrauter Biscroma bittet den König
um Gnade für Atar und erinnert in daran,
dass Atar ihm das Leben gerettet habe und er ihm
seine Macht verdanke (Duett 'Non mi seccar, Biscroma').
Doch Axur, der Atar seine Beliebtheit beim Volk
ebenso neidet wie sein persönliches Glück,
ist entschlossen, ihn zu vernichten.
Altamor tritt auf und meldet die geglückte
Entführung von Aspasia. Der König befiehlt
Biscroma, zu Ehren der von ihm begehrten Frau
ein Fest zu veranstalten.
Von Sklavinnen und Sklaven geführt, wird
Aspasia dem König präsentiert (Chor
'Ne' più vaghi soggiorni dell' Asia').
Sie erfährt von Fiammetta, dass sie sich
in dessen Serail befindet. Wütend beschimpft
sie Axur, die Treue und den Mut ihres Mannes missbraucht
zu haben.
Urson bittet für den verzweifelten Atar um
Audienz beim König. Atar fleht Axur um Erbarmen
an und berichtet von den Verbrechen, die ihm widerfahren
sind (Arie 'Pietade, Signore, del misero Atar').
Heuchlerisch bietet Axur seine Hilfe an. Als Atar
die Entführung Aspasias beklagt, spricht
der König von ihr verächtlich als einer
Sklavin. Entsetzt verteiDigt Atar seine Frau (Arie
'Soave luce di Paradiso'). Axur erinnert ihn an
seine vergangenen Taten und rügt sein unmännliches
Verhalten. Zum Schein erteilt er Altamor den Befehl,
Atar bei der Suche nach Aspasias Entführern
zu unterstützen, gibt ihm jedoch heimlich
die Weisung, Atar umzubringen. Biscroma ahnt die
Gefahr, die Atar droht, und überlegt, wie
er ihn retten könnte (Quartett 'Pria che
la nuova aurora').
Dritter Akt:
Weitläufiger Platz vor dem Tempel des
Brahma
Der Hohepriester Arteneo meldet Axur, dass das
Königreich neuerlich von Feinden bedroht
werde (Cavatina 'Di tua milizia'). Er rät
seinem Herrn, einen neuen Feldherrn zu ernennen
und dem Volk zu sagen, dass dieser von den Göttern
bestimmt worden sei. Nach geeigneten Namen befragt,
schlägt Axur dem Hohepriester dessen eigenen
Sohn vor: Altamor (Arie 'Tu fa che intanto uniscasi
il popolo agitato'). Arteneo sieht durch die bevorstehende
Wahl seines Sohnes bereits die eigene Macht wachsen
(Monolog 'O divina prudenza').
Biscroma stößt im Palast auf den träumenden
Atar (Monolog 'Da qual nuova sciagura') und berichtet
ihm, dass Aspasia in Axurs Harem unter dem Namen
Irza gefangen gehalten wird. Er schlägt vor,
mittels einer Strickleiter, die vom Serail zum
Meer führt, Aspasias Befreiung vorzubereiten.
Atar soll sich nachts in den Garten schleichen
und seine Gattin zurückholen (Arie 'V'andrò,
tutto si tenti').
Inzwischen hat sich das Volk vor dem Tempel versammelt
(Marcia a-Moll), um den Namen des neuen Feldherrn
zu erfahren und ihm Treue zu geloben. Die unschuldigen
Lippen eines Knaben, Elamir, sollen ihn verkünden.
Doch entgegen der Order des Hohepriesters benennt
Elamir nicht Altamor, sondern Atar. Das Volk jubelt
und Atar erklärt sich bereit, den Oberbefehl
der Armee erneut zu übernehmen (Arie mit
Chor 'Chi vuol la gloria'). Der übergangene
Altamor beleidigt Atar, worauf ihn dieser zum
Duell fordert (Quartett 'Non partir, la scelta
è ingiusta'). Nur mit Mühe können
Axur und Arteneo die Ruhe im Tempel wiederherstellen.
Ein Chor zum Preise Brahmas beschließt den
Akt.
Vierter Akt:
Beleuchteter Garten des Serails, zum Fest
geschmückt
Axur hat seinen Sinn geändert und möchte
das für den folgenden Tag anberaumte Haremsfest
schon am jetzigen Abend durchgeführt wissen.
Biscroma versucht ihn davon abzuhalten, um die
geplante Entführung Aspasias nicht zu gefährden.
Doch Axur lässt sich nicht umstimmen und
Biscroma beschliesst, dem Fest durch eine List
frühzeitig ein Ende zu bereiten.
Sklaven führen Aspasia herbei und das Fest
beginnt (Chor 'Il Cielo rintuoni di gridi di gioia').
Eine Harlekinade wird aufgeführt, die den
Beifall des Königs findet. Dann singt Biscroma
ein Liedchen, in welchem er seinen Lebensweg schildert
und erzählt, wie er einst von Atar gerettet
wurde (Romanze 'Nato io son nello stato romano').
Kaum ist dieser Name über seine Lippen gekommen,
stürzt sich Axur wutentbrannt auf Biscroma.
Chaos bricht aus, alles flieht. Aspasia ist bei
der Nennung von Atars Namen ohnmächtig geworden,
und Fiammetta fürchtet um ihr Leben. Auf
Fiammettas Aufschrei hin lässt Axur von Biscroma
ab und kehrt in den Harem zurück.
In der Zwischenzeit hat sich Atar in den Palast
eingeschlichen. Biscroma verkleidet ihn als einen
Mohren, damit ihn der König nicht erkennen
kann. Im selben Augenblick kommt Axur wütend
aus Aspasias Zimmer, weil sie ihn entschieden
zurückgewiesen hat. Beim Anblick des Mohren
kommt er sogleich auf einen neuen bösartigen
Gedanken (Cavatine 'Misero abbieto negro'): Als
Strafe für die Demütigung, die ihm Aspasia
zugefügt hat, soll der schwarze Mann ihr
Gatte werden.
Verwandlung:
Prächtiges Zimmer Aspasias
Verzweifelt über ihr Schicksal und überzeugt
davon, dass Atar umgebracht wurde, wünscht
sich Aspasia den Tod herbei (Cavatine 'Morte,
pietosa morte' und Rondo 'Son queste le speranze').
Als ihr Biscroma eröffnet, dass sie mit einem
stummen Schwarzen verheiratet werden soll, bittet
sie Fiammetta unter Tränen, sich an ihrer
Stelle zu opfern, was diese tut (Duett 'Salva
me di tanta infamia').
Der 'Mohr' Atar ist enttäuscht, als er merkt,
dass 'Irza/Fiammetta' nicht seine Aspasia ist
(Finale 'Dunque un muto tu non sei?'). Plötzlich
stürmt Urson mit Wachen in den Harem; Axur
hatte ihnen Befehl gegeben, den Mohren zu töten,
weil er die Hoffnung auf Aspasia doch noch nicht
aufgeben will. Biscroma hält die Soldaten
zurück und enthüllt ihnen die wahre
Identität ihres Opfers. Entsetzt weichen
sie zurück; sie wissen um die Auswegslosigkeit
der Situation (Ensemble 'Crudo Axur, chi può
placarti?').
Fünfter Akt:
Innenhof im Palast Axurs, zur Hinrichtung
Atars vorbereitet
Axur lässt Atar zu sich bringen, um ihm seine
Strafe zu verkünden (Arie 'Idol vano d'un
popol codardo'). Dieser wünscht sich selbst
jedoch nur noch den Tod und warnt Axur vor den
Folgen seines schändlichen Tuns (Cavatine
'Morir posso solo una volta). Außerdem erklärt
er dem König, dass das Mädchen 'Irza'
gar nicht Aspasia sei.
Der indignierte König lässt sofort nach
Aspasia schicken, und als sie erscheint, fallen
sich die beiden Liebenden glücklich in die
Arme. Fiammetta gesteht, dass sie sich als 'Irza'
verkleidet hatte und wird zum Tode verurteilt.
Auch Atar, der von Aspasia getrennt wird, erwartet
die Todesstrafe. Aspasia droht, sich selbst zu
erstechen, falls die Wachen Atar ergreifen (Terzett
'Il mio corragio deluse i voti tuoi').
Da stürzen sich Sklavinnen und Sklaven zu
Axurs Füssen und bitten ihn um Gnade für
Atar. Unter Biscromas Führung erscheinen
Soldaten, um Atar zu befreien. Doch dieser gebietet
Einhalt und verlangt, den König zu respektieren.
Axur muss erkennen, dass Atars Autorität
im Volk unangefochten und größer ist
als seine eigene. Unter bitteren Verwünschungen
ersticht er sich.
Die Menge ruft Atar zu ihrem neuen König
aus. Zuerst weist er diese Ehre zurück, nimmt
sie dann aber unter der Bedingung an, dass ihm
die Ketten nicht abgenommen werden. Sie sollen
ihm eine Mahnung sein, die neu gewonnen Macht
nur zum Wohle des Volkes einzusetzen (Schlusschor
'Qual piacer le nostr' anime ingombra').
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